Was passiert mit den Angestellten beim Unternehmensverkauf?

Für viele Inhaber ist die Sorge um die Belegschaft der wichtigste Punkt beim Gedanken an einen Verkauf. Dieser Überblick zeigt, was beim Verkauf typischerweise mit den Angestellten passiert und worauf Sie vorab achten können.

1. Zwei Grundformen des Kaufs

Ein bestehendes Unternehmen kann auf zwei Arten übergehen: Beim Kauf der Gesellschaftsanteile bleibt die GmbH als solche bestehen – die Arbeitsverhältnisse laufen mit dem Unternehmen weiter, und es wechseln die Eigentümer. Beim Kauf einzelner Wirtschaftsgüter dagegen geht es um die Übernahme des Betriebs; dafür gelten eigene Regeln.

Welche Form im Einzelfall passt, hängt von der Situation ab. Fragen zum Personal sind Rechts- und Steuerfragen – dafür sind Rechtsanwälte und Steuerberater zuständig. Westkontor vermittelt und koordiniert und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

2. Was das für Verkäufer bedeutet

Ihr Team gehört zu dem, was ein Käufer kauft. Wenn Zuständigkeiten, Abläufe und Wissen nicht nur im Kopf weniger Personen existieren, fällt Käufern die Übernahme leichter – das erleichtert die Prüfung und damit auch den Verkauf.

Ein Thema ist der richtige Zeitpunkt der Information: Aus Diskretionsgründen erfahren Mitarbeiter oft erst zu einem späteren Zeitpunkt, dass ein Verkauf geplant ist. Machen Sie sich frühzeitig Gedanken, wann und wie Sie Ihr Team einbinden – das gehört zu einer geordneten Übergabe.

3. Was das für Käufer bedeutet

Käufer interessieren sich für das Team, das die Leistung erbringt. Im Einkaufsprozess prüfen Interessenten deshalb auch, wer im Unternehmen arbeitet und welche Zuständigkeiten bestehen. Die Details dazu werden – wie die sensiblen Unternehmensdaten – vertraulich behandelt und folgen erst nach einer unterschriebenen Vertraulichkeitsvereinbarung.

4. Wie die Übergabe typischerweise abläuft

Nach dem Kauf am Notar folgt die Übergangsphase: Wenn vereinbart, bleibt der bisherige Geschäftsführer etwa 4–6 Monate an Bord, damit Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter geordnet übergeben werden. Zusätzlich kann ein neuer Geschäftsführer bestellt werden. Das Ausscheiden erfolgt nach Vereinbarung unter Beachtung der nötigen gesellschaftsrechtlichen Schritte.

So lernt das Team den neuen Eigentümer kennen, und es entsteht ein geordneter Übergang statt einer abrupten Änderung.

Wie Westkontor unterstützt

Wir suchen diskret nach passenden Käufern und koordinieren die Schritte bis zur Übergabe – auch die Gestaltung der Übergangsphase. Mehr zum Ablauf finden Sie auf der Seite Unternehmen verkaufen.

Weitere Ratgeber

Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Orientierung. Westkontor vermittelt und koordiniert und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Bonitätsberatung. Ein bestimmter zukünftiger Bonitätsindex kann nicht garantiert werden. Die Bewertung erfolgt durch externe Auskunfteien.